Mehr Sicherheit in der Kurve
15.11.2007
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Dudeldorf. Auf der Karte, die im Sitzungssaal des Dudeldorfer Gemeinderats an die Wand projiziert wird, sind Straßen, Häuser und viele Punkte zu sehen. Rote und grüne. Die roten Punkte markieren Unfälle, die in der Gemarkung Dudeldorf beim Überqueren oder Abbiegen auf und von der B 50 gezählt wurden, und die grünen Punkte stehen für Unfälle beim "normalen" Befahren der Bundesstraße.
Kurven-Verlauf soll verändert werden
Jeder Punkt ein Unfall. Und davon gibt es viele. "Das ist einer der unfallträchtigsten Streckenabschnitte in unserem Bezirk", sagt Herbert Benz vom Landesbetrieb Mobilität aus Gerolstein, der dem Gemeinderat zeigt, wie die Unfallstatistik in naher Zukunft geändert werden soll.
"Wir wollen diese Kurve entschärfen", sagt Benz und meint damit den Abschnitt zwischen der Abfahrt zum Gewerbegebiet und dem Kreuzungsbereich der L 38. Hier sollen die Neigung und der Verlauf der Kurve verändert werden.
Dadurch wird es für die Autofahrer sicherer, aber für die Dudeldorfer möglicherweise etwas lauter, da die Kurve bis zu zwölf Meter in Richtung Ortslage verlegt wird. Ob damit dann auch ein Anspruch auf Lärmschutz bestehe, müsse erst noch untersucht werden, sagt der LBM-Mitarbeiter.
Dadurch, dass der Lärm nun näher kommt, müsse es aber insgesamt nicht spürbar lauter werden. Schließlich sei im Kreuzungsbereich B 50/L 38 ein Kreisverkehr geplant, erklärt Benz, was für diejenigen, die aus der Kurve kommend in Richtung Spangdahlem unterwegs sind, ohnehin bedeute, dass sie langsamer fahren müssen. Dieser Kreisel soll ein sicheres Überkreuzen der Bundesstraße sowie Ein- und Abbiegen gewährleisten, denn bisher fehlt es in diesem Kreuzungsbereich nicht nur an Sicherheit, sondern auch an Abbiegespuren.
Letzter Schwerpunkt, der wie die übrigen Maßnahmen schon im kommenden Jahr in Angriff genommen werden soll, ist der Einmündungsbereich der L 36 in die Bundesstraße, südlich der Ortslage. Hier soll die Landesstraße etwas "abgekröpft" werden, um so ein zu schnelles Auffahren auf die B 50 zu verhindern. Auch hier haben sich in der Vergangenheit viele bunte Punkte angehäuft.
Kundgebung vor der Airbase29.10.2007
Die Reserve hat nun Ruh’
11.04.2006
Erst zwölf Jahre nach Abzug der Air Force aus Bitburg ist das Kapitel militärische Nutzung abgeschlossen
BITBURG. Nach monatelangem Hin und Her ist der Nato-Reservestatus der ehemaligen US Airbase Bitburg nun endlich vom Tisch. Das Ende der Option einer fliegerischen Nutzung des Flugplatzes durch Militärs berührt die Entwicklung des Areals aber nur am Rande.
Von unserem Redakteur
HARALD JANSEN (Volksfreund)
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Theoretisch hätte innerhalb kurzer Zeit mehr Flugbetrieb auf der ehemaligen Airbase Bitburg herrschen können, als es Befürwortern der Umwandlung der Liegenschaft in einen Industrieflugplatz lieb gewesen wäre. Dies hätte aber nichts damit zu tun gehabt, dass plötzlich Interesse am Flugplatz als Frachtflugdrehkreuz aufgekommen wäre. Nein, der so genannte Nato-Reservestatus hätte die Reaktivierung Bitburgs für militärische Zwecke bedeuten können.
Viele Firmen wollen an den Tower
Das kurze Gastsspiel von Kampf-Jets der Typen F 16 und F 16 der Air Force aus Spangdahlem im Jahr 1997 war aber wohl nicht das, was unter einer dauerhaften Reaktivierung zu verstehen ist. Und diese Möglichkeit zur Reaktivierung ist seit dem 1. April nun auch Geschichte. Nach Auskunft von Rüdiger Vogt, Leiter der Abteilung gewerbliche Liegenschaften der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in Koblenz, sind Anfang des Monats die noch ausstehenden Flächen und Gebäude auf dem Konversionsgelände in die Obhut seiner Agentur übergegangen. Einige Hallen sowie der gesamte Bereich des Flugfeldes können nunmehr auch von der Bima vermarktet werden. Bisher verhinderte der Reservestatus, dass die betroffenen Gebäude und Flächen endgültig entwickelt und umgenutzt werden können. Bereits am 14. Mai 2004 hatte der Infrastrukturausschuss der Nato den Reservestatus für Bitburg aufgehoben. Warum dann noch knapp zwei Jahre ins Land gingen, ehe der Beschluss umgesetzt wurde, kann offiziell niemand sagen.
Weder Bima-Mann Rüdiger Vogt, noch Verteidigungsministeriumssprecher Ingo Gerhartz und auch nicht Helmut Berscheid, Geschäftsführer des Zweckverbands Flugplatz Bitburg.
Keine offizielle Bestätigung gibt es für die Information, dass die Ursache der Verzögerung Meinungsverschiedenheiten zwischen Verteidigungsministerium und Finanzministerium gewesen seien. Grund dafür soll eine Altlast auf dem Fluggelände sein. Angeblich hätten beide Seiten nicht für das Beseitigen verseuchten Erdreichs aufkommen wollen.
Für den Zweckverband bedeutet die administrative Umsetzung der Aufhebung des Reservestatus, dass mehrere Hallen nun vermarktet werden können. Eine dieser Hallen will übrigens die Firma PSA erwerben, die unter Platzmangel leidet (der TV berichtete).
Direkten Einfluss auf die von der Flugplatz Bitburg GmbH angestrebte Erweiterung der bestehenden Fluggenehmigung hat die Statusänderung nicht, sagt Helmut Berscheid. Schließlich sei die Nutzung der Flächen vertraglich geregelt. Daran werde das Aufheben des Reservestatus nichts ändern. Zudem befindet sich der Tower, der auch lange Zeit unter den Nato-Reservestatus gefallen war, schon seit geraumer Zeit im Besitz der Flugplatz GmbH. "Den zu bekommen, war aber gar nicht so einfach", sagt Berscheid.
Mehr als eine Millionen Euro wurden in Kauf und Renovierung des Gebäudes gesteckt. Der Zweckverband Flugplatz Bitburg, die Flugplatz GmbH, einige Firmen sowie ein Gastronomiebetrieb zogen nach umfangreichen Instandsetzungsarbeiten ein in das Haus mit der Adresse "Am Tower 14". Der Platz im Tower scheint übrigens begehrt zu sein. Gerade läuft die Ausschreibung für die Sanierung des noch nicht renovierten östlichen Gebäudeteils. Auch dort soll weiterer Büroraum geschaffen werden.
Airbase öffnet ihre Tore
Spangdahlem . (dj) Die Airbase Spangdahlem öffnet am Samstag, 1. Juli, von 9 bis
17 Uhr ihre Tore. Die Organisatoren für den Tag der Offenen Tür sind zurzeit mit
der Planung von Ausstellungen, insbesondere einer Flugzeugausstellung,
beschäftigt. Die auf dem Flugplatz stationierten Flugzeuge sowie eine Reihe von
Gastmaschinen werden an diesem Tag zu sehen sein. Bei gutem Wetter sind auch
Überflüge geplant. Akrobatische Flugvorführungen wird es aber nicht geben. "Eine
Veranstaltung dieser Art ist uns sehr wichtig. Sie macht es uns möglich, den
deutschen Nachbarn unseren Auftrag vorzustellen und die freundschaftlichen
Beziehungen mit der Bevölkerung zu pflegen", sagt Oberst Dave Goldfein,
Kommodore des 52. Jagdgeschwaders in Spangdahlem. "Gleichzeitig erfährt die
Bevölkerung mehr über unsere Arbeit auf dem Flugplatz Spangdahlem." Der
Programmablauf wird noch bekannt gegeben.
Infos zu der Veranstaltung gibt es unter Telefon 06565/615403.
US Militär allgemeinEwald Stuckart, a paint shop owner from Binsfeld wrote to Col. Dave Goldfein regarding the Eifel Reunion. Mr. Stuckart is a resident who began working on base as a young boy with his father, whose painting business was awarded contracts here in 1954. Ewald’s father later passed the business on to him, and Ewald continues to paint for the base.)
We finished painting Hangars 1 and 2 on the base. I and my family are very close to Americans. The base has done good things for the region and most of the Binsfeld residents feel this way. Americans have been our friends and that will never change. I took over my father’s business and continue to paint on base. My entire family visits the base and we interact with our American friends.
Iris Reiff Ewald Stuckart poses for a photo last month. The Stuckart family has made many friendships with Americans stationed at Spangdahlem Air Base over the years and looks forward to many more friendships to come.
Baumholder gerettet?
06.10.2005
MAINZ. (win) Neue Hoffnung für Baumholder:
Ministerpräsident Kurt Beck sieht "realistische Chancen", den US-Standort zu
erhalten. Bei der Visite des Mainzer Regierungschefs in Washington hat sich der
Vorsitzende des Streitkräfte-Ausschusses im Senat, John Warner, für einen
Verbleib von Truppen in Baumholder ausgesprochen.
Sollten die USA entgegen ihren ursprünglichen Abzugsplänen
doch schwere Panzereinheiten in Europa belassen, gibt es nach Einschätzung des
Mainzer Regierungschefs Kurt Beck realistische Chancen, dass diese Truppen in
Baumholder (Kreis Birkenfeld) stationiert werden. "Das letzte Wort über den
Abzug ist noch nicht gesprochen", sagte Beck nach einem fünftägigen
USA-Aufenthalt. Besonders positiv wertete er die Aussage des einflussreichen
Vorsitzenden im Streitkräfteausschuss des Senats, John Warner. Der Senator habe
sich deutlich dafür ausgesprochen, Baumholder weiter zu nutzen.
Gesichert ist die Zukunft des Truppenübungsplatzes bereits durch den Verbleib der Bundeswehr. Die Landesregierung wirbt seit Längerem für ein Konzept, ein Nato-Übungsgelände und ein zivil-militärisches Trainingszentrum einzurichten. Bisher sind dort Teile der 1. US-Panzerdivision mit mehr als 5500 Soldaten und 7000 Angehörigen stationiert. Bleibe die US-Armee in Baumholder, müsse dies jedoch nicht die bisherige Panzerbrigade sein, so Beck.
Noch in diesem Jahr sollen zudem Entscheidungen über einen Einstieg in das vom Land entwickelte Housing-Programm fallen. Dabei geht es in einer ersten Phase um 500 Wohneinheiten für den Luftwaffenstützpunkt Ramstein, die von deutschen Investoren gebaut werden sollen. Er sei sicher, dass dieses Projekt funktioniere, so Beck. Man stehe Gewehr bei Fuß. Interesse gebe es auf beiden Seiten. Längerfristig gehen die Planungen von bis zu 2000 Wohneinheiten rund um Kaiserslautern und auch bei der Eifel-Airbase Spangdahlem aus. Mit dem Wohnsiedlungs-Programm können laut Beck die USA Millionen-Investitionen sparen und ihre Unterkünfte erheblich schneller modernisieren.
Appetit auf die Eifel wecken
25.07.2005
Auf Entdeckungsreise vor der Haustür: Amerikaner erkunden Spangdahlem
SPANGDAHLEM. "Explore the Eifel": Dieser etwas andere "Befehl" war an die Soldaten der Air-Base Spangdahlem ergangen. Vier Tage frei hatte Kommandeur Dave Goldfein ihnen verordnet – in der Absicht, den Appetit auf die Eifeler Heimat zu wecken. Etwa 100 Amerikaner erkundeten daraufhin Spangdahlem.
Von unserer Mitarbeiterin
KATHARINA HAMMERMANN
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Traktoren, Misthaufen und dösende Katzen – seit dem Bau der Ortsumgehung ist es in Spangdahlem so ruhig, wie es von einem Eifeldorf zu erwarten ist. Ruhig, vorausgesetzt amerikanische Soldaten kommen nicht gerade der jüngsten Aufforderung ihres Commanders nach.
"Explore the Eifel", lautete Kommandeur Dave Goldfeins Dienstbefehl der Woche. Vier Tage lang hatte er seinen Soldaten im Anschluss an eine kleine Touristik-Messe auf der Air-Base Spangdahlem frei gegeben – als Gelegenheit, die Eifel-Heimat besser kennen zu lernen. Goldfein ist in amerikanischen Stützpunkten in Europa groß geworden. Er weiß daher aus eigener Erfahrung, wie schwer es jungen Soldaten fallen kann, sich ohne Sprachkenntnisse in einer fremden Kultur zu bewegen. "Der erste Schritt ist der schwierigste ", sagt er. Den geht er deshalb mit. Natürlich sei es nicht möglich, in einer Woche die Eifel kennen zu lernen. Darum geht es ihm auch nicht. Er will vielmehr den Appetit wecken – den Appetit auf Mehr – mehr Eifel und mehr Kontakt zu den deutschen Nachbarn.
Die Sache mit dem Appetit scheint Spangdahlems Ortsbürgermeister Klaus Rodens wortwörtlich verstanden zu haben. Etwa 100 Amerikaner, darunter viele Familien mit Kindern, waren seiner Einladung zu einem historischen Dorfrundgang gefolgt. Es war noch nicht 11 Uhr, da begann der Pegel von Weinbergspfirsichlikör und Himbeergeist in den Flaschen einer Spangdahlemer Brennerei bereits rapide zu sinken. "Amerikaner mögen es lieber süß", erklärte eine der ausschenkenden Damen das Phänomen des verschmähten Obstlers. Um diejenigen, denen nach einer kleinen Wanderung eher nach Pferden als nach Schnaps zumute war, kümmerte sich der Reiterhof gegenüber.
Ein Orgelkonzert und jede Menge Dorfgeschichte später entpuppte sich das angekündigte Barbecue als bodenständiger Eifeler Schwenkbraten. Dazu gab es ein heimisches Bier – so ein Tag in Spangdahlem dürfte den Appetit wohl anregen.
Laura, Mike und der kleine Thomas Cluverius aus Binsfeld haben die Woche gut genutzt. Neben Spangdahlem besichtigten sie die Plewa-Werke in Speicher und die Bitburger Brauerei. Seit vier Jahren leben sie schon hier – und würden am liebsten für immer bleiben.
"Die Kirchen sind älter als unser ganzes Land"
Besonders beeindruckt sie die Geschichte, der sie in der Eifel auf Schritt und Tritt begegnen. "Die meisten Kirchen sind älter als unser ganzes Land", staunt Laura. Ob die Burgen der Mosel oder die Wittlicher Säubrennerkirmes – anders als viele der jungen Soldaten, haben Laura und Mike die Gegend schon gut erkundet. An ihrer ursprünglichen Heimat Kalifornien vermissen sie nur das Meer.
"Explore the Eifel" sei unter Umständen das Beste, was die Base je für sie getan habe, sagt Mike. "Es hilft uns, eure Kultur zu verstehen und umgekehrt." Ihr kleiner Sohn war erst einmal in den USA. Dafür waren alle ihre amerikanischen Verwandten schon mal in Bernkastel-Kues – um Apfelstrudel zu essen. Auch die Liebe zur neuen Heimat scheint durch den Magen zu gehen.
"Adopt an Airman" heißt ein neues Austausch-Programm zur Beziehungspflege zwischen amerikanischen Soldaten und einheimischer Bevölkerung. Bereits 40 Familien aus der Region haben sich für junge Soldaten zwischen 18 und 25 Jahren als Gastfamilien angeboten. Interessierte Familien können sich per Fax unter 06565/617416 anmelden.
Haltestelle am toten Tor
08.05.2005
SPANGDAHLEM. Per Bus zum neuen Tor der Airbase zu
kommen, ist zurzeit nicht möglich. Eine ältere Frau beklagt, dass der Bus immer
noch am alten Tor hält. Der TV hat nachgehört.
Von unserer Redakteurin
MARION MAIER
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Mit großem Bahnhof wurde im März das neue Haupttor samt Besucherzentrum im Nordwesten der Airbase Spangdahlem eingeweiht. Für die Amerikaner war dies ein "Meilenstein der Nordwest-Erweiterung", für die noch 200 Millionen Euro investiert werden sollen.
Für Paula Miller (Name von der Redaktion geändert) hingegen brachte das neue Tor nur Probleme. Die Witwe eines Amerikaners ist auf den Bus angewiesen, um zur Airbase zu kommen. Und genau da hapert es.
"Vier Kilometer zu Fuß packe ich nicht mehr"
Denn der Bus – die Linie 303, die von Wittlich nach Spangdahlem führt – hält immer noch am alten Tor der Base, das nur zu den Stoßzeiten morgens zwischen 6 und 8 Uhr geöffnet ist.
Miller: "Vier Kilometer sind es von dort zum neuen Tor, das packe ich nicht mehr zu Fuß."
Es gebe auch schon lange kein Telefonhäuschen mehr dort, und ein Handy habe sie auch nicht, um sich ein Taxi zu rufen. Miller hat auch schon versucht, die Busgesellschaft auf den Missstand aufmerksam zu machen. Als sie bei der Rhein-Mosel-Gesellschaft anrief, bekam sie zu hören, dass man dort von dem neuen Tor nichts wisse. Sie solle ihre Beschwerde schriftlich einreichen.
Als der TV nun bei der Rhein-Mosel-Gesellschaft nachfragte, gab sich Pressesprecher Norbert Gietzen sogleich kooperativ. In der Tat sei es so, dass der Bus immer noch am alten Tor halte, aber bislang habe sich darüber noch niemand beschwert. Allerdings würden auch nur noch wenige Fahrgäste die Strecke, die im Zwei-Stunden-Takt bedient wird, nutzen. Früher habe es sich einmal gelohnt, auf den Flugplatz zu fahren.
Gietzen: "Ich werde mit den Busfahrern reden, dann werden wir eine bedarfsgerechte Entscheidung fällen." Man werde überlegen, ob die Haltestelle generell oder nur zu bestimmten Zeiten verlegt werde.
Was brennt Ihnen auf den Nägeln? Schildern Sie uns Ihr Problem auf maximal einer Din-A-4-Seite und schicken Sie es als Brief an: Trierischer Volksfreund, Stichwort: "TV bringt’s voran”, Hanns-Martin-Schleyerstraße 8, 54294 Trier, oder als E-Mail an: thema@volksfreund.de. Der TV bringt ihr Thema voran.
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Weitere Artikel zu diesem Thema :
"Man kann so weit schauen"
22.04.2005
SPANGDAHLEM. "Die Eifel ist sehr schön, man kann so
weit schauen, und es gibt keine Staus": So ist der erste Eindruck der
Familienangehörigen der 726th Air Mobility Squadron, die im Rahmen des
Rhein-Main-Programms in naher Zukunft von Frankfurt in die Eifel umziehen
werden.
Von unserem Mitarbeiter
INGO ZWANK
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"Sehr schön, hier gibt es weniger Verkehr und keine Staus", schilderte Carol Beasley von der Abteilung "Family Support Center", der Familienbetreuungsstelle der Air Force, ihre ersten Impressionen von der Eifel.
Im Rahmen dieser Verlegung der 726th Air Mobility Squadron werden 127 Menschen ihre neue Heimat in Spangdahlem finden. 45 Amerikaner besuchten nun die Airbase Spangdahlem. "Es ist wichtig, dass die Leute wissen, wo die Kinder in die Schule gehen oder wo die neuen Arbeitsstätten sind", sagt die Familien-Betreuerin.
Mit Informationen werden die Besucher und zukünftigen Bewohner überschüttet: Von Versicherungen über Ausbildungsmöglichkeiten wir ihnen alles geliefert, "denn Ausbildung wird ja in Spangdahlem groß geschrieben".
Auch Cari Washom ist von der Airbase Spangdahlem angetan: "Es ist sehr schön hier, und vor allem kann man hier im Gegensatz zu Frankfurt Rhein-Main sehr weit schauen", schwärmt die Mutter von zwei Kindern über die Region.
Bereits einen Tag zuvor landete Lieutenant General William (Bill) Welser auf der Airbase Spangdahlem zu einer Inspektionsvisite über den Stand des Rhein-Main-Transfer-Programmes (RMTP).
"Es ist ein eindrucksvolles Projekt", sagte der "Drei-Sterne-General", Commander der 18. Air Force, Scotts Airforce Base (USA). William Welser, selbst mit rund 3500 Flugstunden auf unterschiedlichen Maschinen – darunter auch C-5-Galaxy oder C-141 Starlifter – ein erfahrener Flieger, ist mit für die Verlegung der Familien und der Missionen verantwortlich.
Bereits im März 2004 besuchte der General das Bauprojekt. "Hier hat sich aber sehr viel verändert", stellte er nun fest. "Der Stand des Projekts ist hervorragend. Es ist klar: Mit diesem Projekt wird Spangdahlem zu einem besonderen Standpunkt werden. Von hier aus werden wichtige Versorgungen getätigt werden, für die ganze Welt laufen Missionen über diesen Standort. Spangdahlem ist und wird ein wichtiger struktureller Punkt für die Streitkräfte."
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15.02.2005 Millionen-Pläne für Eifel-Flugplatz |
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SPANGDAHLEM. Die amerikanischen Militärs wollen im kommenden
Jahr rund 430 Millionen Dollar in den Ausbau ihrer Stützpunkte in Europa
stecken. Allein 58 Millionen Dollar sollen auf der Eifel-Airbase Spangdahlem
investiert werden. Von unserem Redakteur ROLF SEYDEWITZ |
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Das amerikanische Militär setzt offenbar weiter auf den
Flugplatz Spangdahlem. Nach einem Bericht der Militärzeitung "Stars and
Stripes" sollen nach dem Willen des US-Oberkommandos für Europa (Eucom) im
nächsten Jahr knapp 58 Millionen Dollar in die Eifel-Airbase fließen. Das
Geld soll demnach in den Ausbau der Wohnsiedlung (Housing), den Tower und in
eine Wartungshalle für größere Fahrzeuge investiert werden.
In den Eucom-Plänen ist Spangdahlem der drittgrößte Ausgabenposten. Mehr Geld wollen die US-Militärs 2006 europaweit nur in Ramstein (74 Millionen Dollar) und in Grafenwöhr (Oberpfalz/84 Millionen Dollar) ausgeben. Die von der Schließung bedrohte US-Garnison Baumholder/Hunsrück ist in der neuesten Budgetplanung gar nicht mehr aufgeführt. Nach Angaben von Wolfgang Hofmann, Sprecher des US-Hauptquartiers der Luftwaffe in Europa, muss das Budget nach einer Anhörung der verantwortlichen Militärs noch vom amerikanischen Kongress genehmigt werden. Hofman sagte am Montag unserer Zeitung, für ihn komme die geplante Spangdahlem-Investition keinesfalls überraschend: "Ich habe immer gesagt, wir brauchen Spangdahlem. Wo sollen die Flüge denn sonst hin?" Der Militärflugplatz in Spangdahlem gilt als strategisch wichtigster Luftwaffenstützpunkt für die US-Kampfjets in Europa. Das 52. Jagdgeschwader flog zuletzt auch Kampf-Einsätze in Afghanistan und im Irak. Die Base wird wegen der für Ende des Jahres vorgesehenen Schließung der Frankfurter Rhein-Main-Airbase momentan ausgebaut und erhielt erst kürzlich eine größere Start- und Landebahn. Der Bitburger CDU-Landtagsabgeordnete Michael Billen wertete die Budgetplanungen als "deutliches Zeichen der amerikanischen Militärs: Spangdahlem soll bleiben". |
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Wiedersehen nach vier Monaten |
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SPANGDAHLEM. Vier Monate lang waren sie in den Irak
abkommandiert, seit dem Wochenende sind mehr als 120 US-Soldaten wieder
"daheim" - auf der Eifel-Airbase Spangdahlem. "Das schönste Gefühle, das ich
je hatte", meinte eine Soldatin nach der Landung. Von unserem Redakteur ROLF SEYDEWITZ |
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Sarah Charles möchte ihre Tochter Ariel gar nicht mehr loslassen. Ganz fest drückt die auf der amerikanischen Airbase Spangdahlem stationierte Soldatin die Zweijährige an sich, strahlt über das ganze Gesicht. Vier Monate sind vergangen, seit die Hauptgefreite ihre Tochter und Ehemann Jean-Max das letzte Mal umarmt hat, bevor sie mit ihrer Einheit aufbrach in den Irak und in eine ungewisse Zukunft. "Ich sah den Blitz und fühlte die Hitze" Die dunkelhäutige Sarah Charles gehört zur 606. Flugüberwachungseinheit. Die Angehörigen der mit mobilen Radaranlagen ausgestatteten Staffel bezeichnen sich gerne als "Augen und Ohren der Truppe". Sie liefern vom Boden aus Luftlagebilder, warnen US-Einheiten vor feindlichen Angriffen und koordinieren das Auftanken eigener Maschinen in der Luft. Die am Wochenende nach Spangdahlem zurückgekehrte Einheit war in Balad stationiert, etwa 70 Kilometer nördlich von Bagdad. Im September waren rund 1000 US-Soldatinnen und Soldaten (von insgesamt 5000) aus der Eifel in den Irak verlegt worden. Dreiviertel von ihnen seien mittlerweile wieder zurück, sagt Airbase-Sprecherin Iris Reiff, der Rest folge in den nächsten Wochen. Dass sie so lange von ihrem Stützpunkt weg sind, ist für die Spangdahlemer Soldaten nichts Ungewöhnliches. "Sie sind regelmäßig in internationalen Krisengebieten eingesetzt", sagt Iris Reiff, "in der Regel für vier Monate". Im Irak sind die amerikanischen Militärs aus der Eifel fast schon im Dauer-Einsatz. Bereits im ersten Krieg gegen den einstigen Machthaber Saddam Hussein waren F-16-Jagdmaschinen und (inzwischen ausgemusterte) Phantom-Jets aus Spangdahlem 1991 mit von der Partie. Später kontrollierten sie die Flugverbotszonen im nördlichen und südlichen Irak. Und auch mit Ausbruch des letzten Kriegs Anfang 2003 waren erneut Kampfjets und Bomber aus Spangdahlem in der Golfregion im Einsatz. Dass ihre Attacken auch Menschenleben kosten, wird von den amerikanischen Militärs gerne verschwiegen. Ihre im Nachhinein präsentierten Einsatzstatistiken lesen sich so trocken wie die Bilanz eines Wirtschaftsunternehmens: Die Rede ist von der Anzahl der Kampf-Einsätze, Flugstunden oder Angriffe. Ziel von Angriffen sind im Irak aber auch immer wieder die amerikanischen Militärs selbst. "Allein unsere Einheit ist in vier Monaten über 100 Mal attackiert worden", sagt Oberstleutnant Scott Fischer, Chef der 606. Flugüberwachungseinheit. Mit einer Ausnahme überstanden die Spangdahlemer die Angriffe allesamt unversehrt. Lediglich ein Soldat wurde verletzt, als wenige Meter neben ihm eine Granate explodierte. "Ich sah den Blitz, fühlte die Hitze und spürte, dass ich von etwas getroffen wurde", sagte David Hogden kurz nach dem Vorfall der Zeitung "Stars and Stripes". Doch die Verletzungen waren offenbar halb so schlimm: "Nach zwei Wochen war der Mann schon wieder auf den Beinen", sagt Airbase-Sprecherin Iris Reiff. Gemeinsam mit Sarah Charles war auch David Hogden mit an Bord der Zivilmaschine, die die 120 Spangdahlemer Soldaten nach vier Monaten wieder "heim" in die Eifel brachte. Hier steht für die meisten jetzt erst einmal Erholung auf dem Programm. Bereits am Montag waren einige weiter in die Vereinigten Staaten geflogen - dorthin, wo die Soldaten wirklich zu Hause sind. |
01.08.2004
Achtung Fluglärm
SPANGDAHLEM. (red) Das 52. Jagdgeschwader der Air-Base Spangdahlem absolviert
seit Montag, 9. August, eine Nato-Übung. Für die Gemeinden im weiteren Umkreis
des Flugplatzes bedeutet dies, dass sie mit einem Anstieg der Flug-Bewegungen
rund um die Uhr rechnen müssen. Zudem kommt es im Rahmen der Übung auch zu
Scheinexplosionen und starker Rauchentwicklung. Ferner rechnet die Air Base
Spangdahlem mit einem verstärkten Verkehrsaufkommen sowie möglichen
Warteschlangen an den Eingängen zum Flugplatz. Prüfer werten anhand dieser Übung
die Möglichkeiten des Jagdgeschwaders, Nato-Kampfeinsätze zu unterstützen. Die
Nato-Übung endet voraussichtlich am 13. August.
«Fahrenheit
9/11» von Busk-Kritiker Michael Moore Mit seiner typischen Mischung aus Fakten und Collagen will Moore die Politik von US-Präsident George Bush als eine Anhäufung von Lügen, Skandalen, Pannen und Manipulationen entlarven. Dabei wird aus der Dokumentation immer wieder ein Aufruf an die amerikanischen Wähler, im November ihr Kreuz auf keinen Fall bei Bush zu machen und ihn in die Bedeutungslosigkeit zu schicken. Frei nach der Devise: auch Information kann unterhalten. (Fahrenheit 9/11, USA 2004, 110 Min., FSK ab 6, von Michael Moore) |
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14.07.2004 |
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| Spangdahlem. (dpa/red) Die in Spangdahlem stationierte größte US-Kampfflugeinheit Europas erhält Ende des Sommers eine neue Führung. Dies hat die Pressestelle des Flugplatzes Spangdahlem mitgeteilt. Neuer Kommandeur wird Oberst Dave Goldfein von der Mountain Home Airforce (Luftwaffe) Base in Idaho, teilte das 52. Jagdgeschwader am Mittwoch mit. Der bisherige Kommandeur, Stephen P. Mueller, der die Einheit während des Irak-Kriegs anführte, wechselt in das Nato-Quartier im norwegischen Stavanger. Dort wird er im Rang eines Brigadegenerals als Personalchef eingesetzt. Mueller hatte im August 2002 als Colonel das Kommando von Colonel Gregory J. Ihde über die Airbase übernommen. In seiner Amtszeit begannen unter anderem die Umbauten des Flugplatzes zur Verlegung der Einheiten aus Frankfurt am Main. Außerdem machte sich die Airbase in dieser Zeit einen Namen mit Sicherheitsprogrammen für amerikanische Verkehrsteilnehmer. |
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12.07.2004 |
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| SPANGDAHLEM/SPEICHER. Die letzten 173 Mietparteien
werden bis Anfang kommenden Jahres die von der Air-Force gemieteten 300
Häuser in Speicher und Herforst verlassen. Von unserem Redakteur HARALD P. JANSEN |
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Was Hausbesitzern in Speicher und Herforst Kopfzerbrechen bereitet, ist eine sprudelnde Einnahmequelle für Mieter in Dörfern rund um die Air-Base Spangdahlem. Die Militärs geben 300 von ihnen gemietete Wohnungen und Häuser auf und suchen für die Soldaten Unterkünfte an anderer Stelle. Rund um die Air-Base Spangdahlem ist es ein offenes Geheimnis, dass das Vermieten einer Wohnung oder eines Hauses Gold wert ist. Für manchmal reichlich überteuerte Quadratmeterpreise ließ sich nahezu alles vermieten, was groß ist. Zum einen saß bei hohem Dollar-Kurs das Geld bei den Amerikanern ein wenig lockerer und zum anderen unterstützt die Air-Force ihre Angehörigen bei der Miete. Die Nachfrage der Militärs auf dem Wohnungsmarkt ist mit ein Grund dafür, dass in Spangdahlem oder Binsfeld teilweise ähnlich hohe Mieten gefordert werden wie im Oberzentrum Trier. Dass dabei finanziell nicht so gut gestellte deutsche Familien bei der Wohnungssuche das Nachsehen haben, ist ebenfalls unbestritten. Derweil geht in Speicher, Binsfeld und Herforst eine Ära zu Ende. Die so genannten privaten Housings werden aufgegeben. Die US-Amerikaner haben die entsprechenden Mietverträge über insgesamt 300 Wohneinheiten zum 1. Januar 2005 gekündigt. 200 Wohnungen befinden sich in Speicher, 100 in Herforst. Und auch die kleine Binsfelder Kolonie der Amerikaner wird sich auflösen. Grund für diese Aufgabe ist vor allem, dass die Wohneinheiten nicht den amerikanischen Standards entsprechen, was Ausstattung und Größe betrifft. Derzeit belegt sind nach Angaben der Zeitung "Stars und Stripes" nur 173 Wohneinheiten. Laut Air-Base-Chef Colonel Stephen Mueller muss für die leer stehenden Wohnungen zwischen März 2004 und Januar 2005 rund 1,3 Millionen Euro (1,6 Millionen Dollar) für Miete und Unterhaltung gezahlt werden. Ein Grund für den Leerstand der Häuser ist nach Angaben der Amerikaner, dass die Wohneinheiten nicht mehr den Standards entsprechen und seit Jahren nicht renoviert wurden. Viele Hausbesitzer haben sich auch deshalb gegen das Renovieren und die Anpassung an amerikanische Standards ausgesprochen, weil sie davon ausgehen, dass die Air-Force in absehbarer Zeit entweder die Air-Base aufgeben oder die Zahl der Soldaten stark reduzieren wird. Insgesamt bestehen momentan rund 2700 Mietverhältnisse zwischen Militärangehörigen und deutschen Vermietern in der Region. Durch den Bau der A 60, die in Sichtweite an der Air-Base vorbeiführt, hat sich der Radius vergrößert, in dem die Soldaten und ihre Familien leben. Häuser kosten bis zu 55 000 Euro Von deutscher Seite besteht die Hoffnung, dass in Zukunft noch mehr Soldaten Wohnungen und Häuser auf dem privaten Immobilienmarkt nachfragen. Bis 2009 soll nämlich die Bitburger Housing geräumt werden, in der derzeit noch viele Amerikaner leben. Eine amerikanische Studie hatte zuvor ergeben, dass es sinnvoller ist, die Soldaten nicht mehr in eigenen Housings unterzubringen. Teile der Herforster Housing stehen mittlerweile zum Verkauf. Zwischen 40 000 und 55 000 Euro sollen die mehr als 20 Jahre alten Häuser kosten. Eine Trierer Immobilienfirma vermarktet die Häuser, in denen spätestens im neuen Jahr kein US-Amerikaner mehr lebt. Die bisher noch in den 173 Wohneinheiten lebenden Amerikaner bekommen den Umzug in eine andere Wohnung bezahlt - falls sie in Deutschland bis August 2005 stationiert sind. Dies betrifft 90 Familien. Die anderen Mieter werden in den kommenden Monaten die Eifel verlassen, dass ihre Dienstzeit in der Eifel beendet ist. |
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"Mission accomplished" im Eifelwald |
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| PRÜM. Funkstille im Schneifelwald: Die
US-Streitkräfte werden die Radarstation am "Schwarzen Mann" im Sommer
räumen. Das Gelände wird dann dem Bundes-Veremögensamt übertragen.
Von unserem Mitarbeiter FRITZ-PETER LINDEN |
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Nach rund 50 Dienstjahren hat die Prümer Radarstation ihren Auftrag erfüllt, im Sommer wird die Anlage abgeschaltet und geräumt: "Mission complete" meldet das US-Militärblatt "Stars and Stripes" in seiner aktuellen Ausgabe. "Die Entscheidung fiel etwa im April/Mai 2003", antwortet Leutnant Gerardo D. Gonzalez, Sprecher der zuständigen Air Base Spangdahlem, auf TV -Anfrage. Allerdings sei die Einrichtung bereits seit Mitte der 90-er Jahre kontinuierlich verkleinert worden. Die "Airmen" packen ein "Das kommt für uns schon ein bisschen überraschend", sagt indessen Aloysius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Prüm. "Es hieß ja immer seitens des Militärs, die Station sei Teil eines weltweiten Wetterdienstes und werde deshalb nicht aufgegeben." Als Vorboten weiterer befürchteter Schließungen von US-Militäreinrichtungen in der Eifel sieht Söhngen die Entscheidung aber nicht: "So weit ich das einschätzen kann, war die Station ja doch eher eine isolierte Angelegenheit." Tatsächlich wurde die "Prüm Air Station" in den vergangenen 13 Jahren offiziell nur noch zur Wetterbeobachtung genutzt. Seit dem Jahr 2000 war sie eine Außenstelle der Air Base Spangdahlem. Lediglich Tech Sergeant Joseph Rogers versah mit zwei Kollegen seinen Dienst im Schneifelwald und versorgte die Air Force mit internationalen Wetterdaten. Jetzt können die drei "Airmen" einpacken und abziehen: Da die US-Luftwaffe inzwischen ihre Daten unter anderem über deutsche Wetter-Satelliten erhält, ist die Beibehaltung des Beobachtungspostens in der Schneifel nicht mehr notwendig. Bereits in den Vorwochen wurde ein Teil des Equipments abgebaut und zunächst nach Spangdahlem verfrachtet. Allerdings nicht komplett: Wie Gerardo Gonzalez mitteilt, soll unter anderem der Tower stehen bleiben. Die Station solle auch künftig die Kommunikation der Nato und des US-Verteidigungsministeriums unterstützen, allerdings unter fremder Betreiberschaft und "auf Vertragsbasis." Altlasten? Das Areal sei bereits saniert worden, berichtet Gonzalez, eine direkte Bedrohung "für die menschliche Gesundheit und Sicherheit" habe es nicht gegeben. In früheren Jahrzehnten bot sich rund um den Radar-Turm am Schwarzen Mann ein ganz anderes Bild als zuletzt: Viele Militärangehörige waren dort stationiert und beschäftigt, zusammen mit ihren Familien lebten sie in der Prümer Housing oder in den Dörfern rund um die Abteistadt. Als "eine Stadt für sich" bezeichnet Inge Schmitt die Station in jener Zeit. 1960 begann sie dort als Dolmetscherin zu arbeiten: "Wir hatten allein mehr als 100 Zivil-Angestellte", sagt die 70-Jährige, die heute in Weinsheim lebt. "Es war alles vorhanden, vom Kaufhaus bis zum Arzt. Und den Rest bekam man in der Housing." Zeitweise seien rund 1000 US-Soldaten in Prüm stationiert gewesen. Vor allem aber: "Wir waren eine der Stationen, die auch einen ganz engen Kontakt zur Bevölkerung hatten", erinnert sich Inge Schmitt. Die Zuständigkeit für die Außenstelle im Wald wechselte mehrfach zwischen Air Force und Armee - je nach strategischer Ausrichtung der US-Militärs. 1991 waren dann die großen Zeiten der "Prüm Air Station" vorbei. |
Pressemitteilung "Grüne im Landtag
RLP"
07.04.2004
zum Bericht vom 1.4 in verschiedenen Medien z.B. in
Yahoo Nachrichten
Anlässlich der Äußerungen von Innen-Staatsekretär Karl Peter
Bruch (SPD) nach seinen Gesprächen in den USA zum Erhalt der
US-Militär-Standorte in Spangdahlem und Baumholder erklärt Jutta Blatzheim-Roegler, Sprecherin des Kreisverbandes
von Bündnis 90/ Die Grünen Bernkastel-Wittlich:
Feuer frei auf Eifel-Mosel-Hunsrück ? Nein zu Bombodrom und Tiefflügen!
"Die Absichtserklärung von Staatssekretär Bruch, den derzeitigen
Truppenübungsplatz Baumholder (Hunsrück) als Bombenabwurfplatz für die in
Spangdahlem bei Binsfeld (Eifel) stationierten F-16-Kampfflugzeuge zu nutzen,
ist an Zynismus gegenüber den in der Region Eifel, Mosel und Hunsrück lebenden
Menschen fast unüberbietbar", so Jutta Blatzheim-Roegler, Sprecherin von Bündnis
90/ Die Grünen Bernkastel-Wittlich. "Um die USA an den Flugplatz Spangdahlem zu
binden, stellt Herr Bruch den amerikanischen Militärs des weiteren das Recht auf
Tiefflüge in Aussicht. Das ist Retro-Politik pur und ein Rückfall in Zeiten, als
Rheinland-Pfalz noch als "Flugzeugträger der Nato" galt."
Den BewohnerInnen im Hunsrück und an der Mosel drohe nun nicht nur eine
erhebliche Lärm- und Gesundheitsbeeinträchtigung durch den geplanten
24-Stunden-Frachtflughafen Hahn, auch solle die Region, die sich gerade
verstärkt um touristische Erschließung bemühe, mit Tiefflieger-Lärm belastet
werden.
"Bündnis 90/ Die Grünen Bernkastel-Wittlich fordern die Kommunalpolitiker der
Mehrheitsfraktionen im Kreis auf, sich gemeinsam
mit uns massiv gegen den
Ausverkauf unserer Region zu wehren. Wir erwarten seitens der Landesregierung
die Unterstützung der zivilen Infrastruktur in unserem Kreis und kein
phantasieloses Konzept, was unter dem Motto "Feuer frei auf
Eifel-Mosel-Hunsrück" läuft! So macht man die Region kaputt." stellt Jutta
Blatzheim-Roegler klar.
| Milliardeninvestition für US-Standorte angeboten http://de.news.yahoo.com/040401/12/3yul3.html |
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Donnerstag 1. April 2004, 16:54 Uhr
Milliardeninvestition für US-Standorte angeboten
Mainz (AP) Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat ein milliardenschweres Modernisierungsprogramm für die US-Militärstandorte im Land angeboten. Wie der Staatssekretär im Mainzer Innenministerium,
Karl-Peter Bruch (SPD), am Donnerstag erklärte, wären Investoren bereit, für mehrere tausend amerikanische Familien in Rheinland-Pfalz Einfamilienhäuser und Appartements zu schaffen. Damit bestehe für die US-Regierung die Chance, sich von Kosten für jene Kasernen zu befreien, in denen Soldaten und Familienangehörige bislang untergebracht sind. Der Staatssekretär erklärte, es gebe in der deutschen Wohnungswirtschaft ein breites Interesse an dem Projekt. Die Unternehmen könnten Wohnungen bauen, die die US-Regierung nichts kosteten. Die Refinanzierung könne ausschließlich über die von den Soldaten zu zahlenden Mieten laufen. In Rheinland-Pfalz sind immer noch rund 70.000 US-Soldaten und Angehörige stationiert. Bruch sagte, er sehe nach seinen Gesprächen mit der US-Regierung in der vergangenen Woche gute Chancen, die drei großen Standorte Baumholder, Kaiserslautern/Ramstein sowie Spangdahlem zu erhalten. Der Truppenübungsplatz Baumholder könne nach einer Modernisierung Standort einer leichten US-Kampfbrigade werden.
Das Gelände biete gute Möglichkeiten, um hier den Anti-Terror-Kampf zu üben. Es verfüge über einen eigenen Flugplatz und liege nahe an Ramstein als zentralem Luftdrehkreuz. Zudem sei es möglich,
Baumholder als Bombenabwurfplatz für die in Spangdahlem stationierten
F-16-Kampfflugzeuge zu nutzen, erklärte der Staatssekretär. Spangdahlem wiederum lasse sich als Sitz eines Geschwaders erhalten, wenn dem US-Militär weitere Übungsmöglichkeiten eingeräumt würden. Dies schließe auch das Recht auf Tiefflüge ein. Ramstein gilt bei den amerikanischen Überlegungen für die künftige weltweite Militärstruktur ohnehin als feste Größe. Die Washingtoner Regierung wolle bis Ende Mai eine Liste der künftigen Militärstandorte in den USA erstellen, sagte der SPD-Politiker. Dies sei auch eine Vorentscheidung für die Standorte in Übersee. Klar sei, dass auch in der Bundesrepublik Truppen abgezogen würden, sagte Bruch. Der Umfang sei aber immer noch völlig unklar.